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Soziale Netwerke bei Auswanderung nutzen

Egal ob Australien, Neuseeland, Spanien oder die USA, zwar zieht es alle Auswanderer wo anders hin, aber Sie alle haben meistens eine Sache gemeinsam. Sie starten allein, mit Ihrem Partner oder mit Ihrer Familie in der Heimat. Nur selten bestehen schon soziale Kontakte in der neuen Heimat und der Freundeskreis und die restliche Familie wird zurückgelassen.

Das hinterlässt nicht zuletzt eine große soziale Lücke (sogar Leere), die Auswanderer so schnell wie möglich füllen sollten. Viele Erfahrunggeschichten haben gezeigt das „zu Hause“ immer da ist, wo Menschen sind, die man mag, die einen mögen und mit denen man gerne Zeit verbringt. Sprich, ein Freundeskreis in der neuen Heimat ist nicht nur wichtig für eure Integration, sondern ist auch zum größtenteil dafür verantwortlich ob ihr Glück werdet.

Das alles kennt ihr. Es gibt glaube ich tausende von verschiedenen Arten, wie man Menschen kennenlernen kann. Vereinen, Kirchengruppen oder eine sehr moderner Weg, nämlich über soziale Netzwerke. Das Gute an dieser modernen Art ihr könnt schon aus Deutschland anfangen euch ein kleines funktionierendes digitales Netzwerk aufzubauen, welches ihr dann in der neuen Heimat schnell zu einem echten Netzwerk ausbauen könnte.

Wofür sind soziale Netwerke gut?

  1. Bekannte zu finden
    Es wäre schon ein wenig vermessen zu behaupten ihr würdet als Auswanderer sofort neue Freunde in sozialen Netzwerken finden. Das passiert nur selten. Aber was ihr schnell finden werdet sind neue Bekannte, mit denen man in Kontakt bleiben kann und mit denen man sich auch i,m „echten Leben“ einmal treffen kann.
  2. Erfahrungsaustausch mit anderen Auswanderern
    Der Erfahrungsaustausch unter Auswanderer  ist so immens wichtig, dass er hier einen eigenen Punkt bekommt. Auswanderer teilen gerne ihre Erfahrungen und lassen gerne andere aus ihren Fehlern lernen. Genauso wie ihr zur Vorbereitung auf den großen Schritt Auswanderung traumauswandern.de besucht, genauso solltet ihr versuchen über soziale Netzwerke Auswanderer zu finden von dessen Erfahrungen ihr profitieren könnt.
  3. Jobsuche beginnen
    Wo lernt man am schnellsten Menschen kennen? Richtig bei der Arbeit. Doch einige Auswanderer haben noch gar keinen neuen Arbeitsplatz in der neuen Heimat. Soziale Netzwerke bieten Auswanderer nicht nur die Möglichkeit Bekannte zu finden, sondern einig Netzwerke sind bekannt als Business Netzwerke, in denen auch Jobs ausgeschrieben sind und in denen Sie neue Geschäftskontakte und potentielle Arbeitgeber finden.
  4. Netzwerk der neuen Heimat ausbauen
    Im großen und ganzen ermöglichen soziale Netzwerke Ihnen den Ausbau eures Netzwerkes, egal ob beruflich oder privat. Nutzen Sie daher jedes Netzwerk ganz bewusst für den Ausbau einer dieser beiden Bereiche. Wie immer kann auch hier schnell aus einem Geschäftskontakt ein Bekannter entstehen und andersherum.

Nun stellt sich natürlich die Frage, welche soziale Netzwerke es gibt. Nein wartet, die meistens Netzwerke kennt ihr bereits. Vielmehr sollte die Frage entsprechend lauten, welche soziale Netzwerke gibt es, wie sollte ich Sie als Auswanderer nutzen und wie schaffe ich es noch aus der alten Heimat neue Kontakte aufzubauen.

Welche sozialen Netzwerke und  wie verhalte ich mich?

Facebook

Facebook ist mittlerweile, das bekannteste soziale Netzwerk der Welt. In der Regel sagt man, dass die Freunde auf Facebook ein genaues Abbild des eigenen sozialen Umfelds sei. Heißt, dass nur solche eure Facebook-Freunde werden, die ich auch im wahren leben kennt. Grund dafür ist natürlich das teilen vieler privater Dinge, die Fremde nichts angehen. Das ist natürlich erstmal für euer Vorhaben, Kontakte zu Menschen in eure neue Heimat herzustellen eher schlecht. Aber wie bei so vielen Sachen ist das auch nur eine Kehrseite der Medaille.

Also wie machen wir es jetzt?

In Facebook sollten Sie vor allem Gruppen und Seiten nutzen, um sowohl mit Auswanderern und mit Menschen aus der neuen Heimat in Kontakt zu kommen. Gruppen und Seiten sind generell Interessengemeinschaften. Sie teilen also mit anderen ein gewisses Thema, das kann ein Hobby sein aber auch zum Beispiel das Auswandern als solches. Wenn ihr einmal auf Facebook nach dem Begriff Auswandern sucht, werdet ihr nicht nur unsere eigene Facebookseite finden, sondern eine Vielzahl an anderen auf denen sich Auswanderer aktiv austauschen. Wandert ihr zum Beispiel nach Chicago, USA aus und seid passionierter Joggern dann sucht nach Gruppen und Seiten, die genau dieses Thema behandeln. Zum Beispiel werdet ihr dann den „Scout Running Club“ finden. Fragt hier doch einfach mal, welche Laufstrecken es in Chicago gibt, wenn man auch etwas von der Stadt sehen will und das ihr bald nach Chicago ziehen werdet. In den seltensten Fällen erhalten ihr keine Antwort und meistens entsteht eine angeregte Diskussion bei der ihr aktive dran teilnehmen könnt. Genauso kommt ihr am Ende des Tages mit anderen Leuten ins Gespräch. Ihr müßt offen sein und selbst die Initiative suchen, dann werdet ihr auch schnell Anschluss finden und das schon aus der alten Heimat vor eurer Auswanderung.

Damit haben wir eigentlich die private Seite abgedeckt. Neben Facebook gäbe es hier noch sicherlich Google+ zu erwähnen, aber das sozialeNetzwerk des Suchrießen hat bei weitem nicht so viele Mitglieder, wie Facebook. Kümmern wir uns jetzt einmal um Geschäft

Xing und LinkedIn

Xing und LinkedIn sind weltweit die größten sozialen Business Netzwerke. Dabei hat Xing mehr Mitglieder in Europa (ausgenommen Großbritannien) und bietet sich daher vor allem für Auswanderer innerhalb der Europäischen Union an. LinkedIn hingegen hat eine weltweite Mitgliederstruktur und sehr stark im englisch sprachigen Raum vertreten, was es besonders attraktiv für Auswanderer nach Kanada, Australien, Neuseeland, Großbritannien oder eben die USA macht. Aber keine Sorge auch in allen anderen Wunschländer gibt es genug Gesprächsstoff.

Wie bauen wir jetzt unser Business-Netzwerk aus?

Als erstes gehen wir einmal auf den Punkt „Jobsuche“ ein. Bei beiden Portalen gibt es ein Jobbörse in der Angebote auf der ganzen Welt geführt werden. Das Gute ist, dass ihr euch direkt auf eine Stellenanzeige aus eurem Profil bewerben könnte, außerdem könnt ihr relativ schnell mit dem entsprechenden Personaler in Kontakt treten. Ich persönlich denke, dass die Jobs euch auch einen guten Einblick geben, was in den einzelnen Märkten los ist und was eure Chancen sind. Dementsprechend könnt ihr auch euer Profil pflegen und berufliche Erfahrungen eintragen etc. Versucht hier so detailliert wie möglich zu sein, denn die meisten Personaler klicken sich gerne durch potentielle Bewerber.

Sowohl Xing wie auch LinkedIn bieten euch die Möglichkeit verschiedenen Gruppen beizutreten, um mit Leuten aus der eigenen Branche oder mit dem gleichen Wissen in Kontakt zu kommen. Diese Gruppen können klassische Branchentreffs sein aber auch Stadtbezogen oder einfach nur Interessen wiederspiegeln. Aus meiner Sicht sind Gruppen in diesem Bereich immer der beste Weg um mit anderen Leuten in Kontakt zu kommen. Eine andere Möglichkeit ist sicherlich auch Leute einfach direkt anzuschreiben und so zu versuchen mit den Leuten ins Gespräch zu kommen.

Versuchen Sie hier immer eine direkte Ansprache mit einer Kontaktanfrage zu verbinden, denn das Schreiben einer Nachricht an einen Nicht-Kontakt können in beiden Portalen nur Premium nutzer.

Was bleibt?

Wie ihr sehen könnt sind die drei Portale durchaus sinnvolle Begleiter bei der Auswanderung. Nicht zu vergessen sind dabei natürlich auch eine Reihe von Foren im Internet, die sich mit dem Thema beschäftigen und wo ihr mit Auswanderern in Kontakt kommen könnt. Jedoch haben meine eigenen Erfahrung gezeigt, dass in solchen Foren immer nur ein sehr kleiner Anteil an Leuten wirklich aktiv ist und die meisten sind eher passive Leser. Daher bieten sich Foren vor allem als Informationsquelle an, aber weniger als Plattform um Kontakte aufzubauen.

[box type=“info“] Was sind eure Erfahrungen mit den unterschiedlichen Netzwerken und habt ihr Erfahrungen gesammelt, die ihr gerne mit anderen Auswanderern teilen wollt? Dann nutzt einfach unsere Kommentarfunktion :)[/box]

Zu guter Letzt hoffe ich natürlich, dass euch der Artikel gefallen hat und ihr einige wertvolle Informationen für eure Auswanderung heraus ziehen konntet.Ich stehe natürlich jederzeit für eure Fragen bereit und beantworte sie gerne.

[author] [author_image timthumb=’on‘]http://www.traumauswandern.de/wp-content/uploads/2012/08/profil-Bild.jpg[/author_image] [author_info]

Über den Autor

Patrick Niesler ist Auswanderer und Rückwanderer und kennt damit alle Tücken und Tricks die eine Auswanderung mit sich bringt. Sein Zielland war Neuseeland. Patrick ist außerdem der Betreiber von traumauswandern.de

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1 Antwort
  1. Windgefluester
    Windgefluester says:

    wir sind auch jetzt schon 1 Jahr in den USA (wie man auch auf meinem Blog lesen kann) und wir fuehlen uns hier sehr wohl. Ich habe zwar viele Deutsche in den USA ueber Facebook & CO kennengelernt aber niemand in der Naehe gross 🙂

    Antworten

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