Goodbye Deutschland Kritik vom 02.12.2014

Goodbye Deutschland Kritik – Tipps für Auswanderer | Folge vom 02.12.2014

Herzlich willkommen zur ersten ‘Goodbye Deutschland” Kritik. Einmal die Woche werde ich ab sofort Bezug nehmen auf die wohl berühmteste Auswanderer-Doku in Deutschland. Dabei geht es nicht darum, die Sendung zu kritisieren oder Auswanderer bloß zu stellen. Meiner Ansicht nach kann man an den gezeigten Beispielen vieles lernen und anschaulich beschreiben. Ich möchte hier ganz kurz auch ausdrücklich darauf hinweisen, dass ich zu keiner Zeit das Verhalten der in der Sendung gezeigten Personen diffamieren möchte, noch dass diese Artikel auf irgendeine Art und Weise direkt mit dem TV-Sender VOX in Verbindung stehen.

Sendung vom 03.12.2014 Zusammenfassung

In der Sendung vom 03.12.2014 waren zwei Auswanderer Familien das Thema. Zum einem Familie Westheide-Friedrich, die mit ihrem Sohn und zwei Großmüttern nach Teneriffa ausgewandert ist, um dort ein betreutes Wohnung für Senioren zu eröffnen. Die andere Auswanderer Geschichte in der Folge zeigt Phyllis und Recke, die ja zunächst von Hamburg nach Istanbul ausgewandert sind und dann den Schritt einer zweiten Auswanderung gewagt hat und zwar nach Mallorca um dort eine Fashion-Tattoo-Bar zu eröffnen.

Auswandern mit Kindern

An der geschilderten Situation von Familie Westheide-Friedrich möchte ich gerne auf die Herausforderung eingehen, die entsteht wenn man mit Kindern auswandert, vor allem wenn diese schon junge Erwachsene sind.

Generell gilt definitiv beim Auswandern mit Kindern, je jünger die Kinder sind umso einfach gestaltet sich die Auswanderung für sie. Denn sie bringen schlicht und einfache eine bessere Anpassungsfähigkeit mit.

Kinder können oft auch ohne Sprache kommunizieren, da ihre Kommunikation stark auf anderen Ebenen stattfindet. Außerdem bringen gerade Kinder eine viel höhere Lernkapazität mit und sind in der Lage eine Sprache viel schneller zu lernen. Das hilft natürlich bei der sozialen Integration von Kindern, welche übrigens bei einer Auswanderung vor den gleichen Herausforderungen stehen, wie ihre Eltern.

Sie müssen neuen sozialen Anschluss finden, sich in einer fremden Kultur zu Recht finden und müssen alt gewohntes, Freunde und Bekannte zurücklassen. Dabei haben Sie natürlich den Vorteil, dass Sie in der Regel viel schneller die ersten Hürden überspringen können, aber gerade bei Kindern jeden Alters ist es extrem wichtig, dass Sie schnell integriert sind und Anschluss findet.

Bitte vergesst auch nicht, dass Kinder ein ganz anderes Zeitgefühl haben als wir Erwachsene. Der Satz „Jetzt mach das mal und in einem Jahr sieht die Welt schon anders aus!“ sollte man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen.

Für jedes Kind oder Jugendlichen ist ein Jahr eine halbe Ewigkeit, in der man normalerweise so viel erlebt, dass man damit ganze Bücher füllen könnte. Erinnert euch doch nur an eure eigene Kindheit zurück. Außerdem schauen Kinder (jeden Alters) anders in die Zukunft. Sie denken nicht in Jahren, sie haben keinen 5 oder 10 Jahresplan. Für sie gibt es das Morgen und vielleicht noch die nächste Woche.

Wenn ihr euch das bewusst macht, dann könnt ihr die sozialen Herausforderungen eurer Kinder besser verstehen.

Es gibt noch viele andere Gesichtspunkte beim Auswandern mit Kindern und diese werde ich euch in einem kleinen YouTube Video in den nächsten Tagen präsentieren und dann auch hier in den Artikel hinzufügen.

 

Rückkehr ist keine Niederlage

Das Abenteuer Mallorca endete für Phyllis und Recke mit einer Rückwanderung in die Türkei. Interessant finde ich hier mal wieder den Punkt, dass eine Rückwanderung nichts Schlechtes sein muss, obwohl das immer noch viele Auswanderer denken, da Sie eine Rückwanderung als Niederlage empfinden. Aber das ist keineswegs so.

Eine Rückwanderung ist nichts anderes als eine logische Konsequenz, wenn der eigentliche Plan nicht aufgegangen ist und wenn es einfach nicht klappen will. Dann ist man vielleicht in der ‘Heimat’ besser aufgehoben, ein Versuch kann halt klappen oder Scheitern – so ist das nun Mal. Auch wenn ich persönlich Phyllis und Reckes Versuch auf Mallorca eine Fashion-Tattoo-Bar zu eröffnen für sehr ambitioniert hielt und sie auch sicherlich einige Fehler bei der Planung und Umsetzung gemacht haben, war es nun Mal ihr eigenes Wagnis diesem Versuch eine Chance zu geben.  Der Versuch Mallorca ist für sie sicherlich gescheitert aber die Rückwanderung die absolut richtige Entscheidung und Sie werden in der Türkei sicherlich auch schnell wieder Anschluss finden -> diesmal aber bitte mit Arbeitserlaubnis!

So und das waren auch schon meine Gedanken zur letzten Folge von Goodbye Deutschland. Ich hoffe ihr konntet einige interessante Ideen mitnehmen.

Die beiden Themen „Auswandern mit Kinder“ und „Warum Rückwanderung keine Niederlade“ ist werde ich in den nächsten Wochen auch noch weiter vertiefen.

Wenn euch der Artikel gefallen, freue ich mich auf einen Kommentar oder ein teilen des Artikels in den bekannten sozialen Netzwerken – ansonsten freue ich mich wie immer auf eine angeregte Diskussion und bis nächste Woche.

Euer,

Patrick


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