Sechs Möglichkeiten für erste soziale Kontakte als Auswanderer

Sechs Möglichkeiten für erste soziale Kontakte als Auswanderer

Die größte Herausforderung einer Auswanderung ist und bleibt die nahtlose Eingliederung in die neue Gesellschaft. Denn wenn man sich dazu entschlossen hat auszuwandern, will man ja nicht nur einfach in dem neuen Land leben, sondern auch ein Teil der neuen Gesellschaft werden. Viele Rückwanderer geben nämlich oft als einen der Hauptgründe an, warum sie wieder nach Deutschland zurückkommen, dass sie keinen sozialen Anschluss in der neuen Heimat gefunden haben.

Ich möchte euch gerne 6 erste Anlaufpunkte und Tipps geben, wie man als Auswanderer schnell sozialen Anschluss in seiner neuen Wahlheimat findet.

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1. Sportvereine

Eine sehr naheliegende Möglichkeit ist es, sich einem Sportverein anzuschließen, denn nirgendwo sonst kommt man so schnell ins Gespräch wie bei einer gemeinsamen Aktivität. Sei es nun in der Umkleidekabine oder auf dem Feld. Interessant ist es dabei vor allem, dass Du unter Umständen gar keine Angst haben musst, dass man dich sprachlich nicht versteht, denn Sport ist ja sprachübergreifend und wer in Deutschland Fußball spielen kann, kann das auch wo anders. Oft sind Auswanderer (bzw. Einwanderer) vor allem aus Deutschland sehr interessant für andere Menschen, da viele Deutschland kennen und mit Deutschen (auch wenn man es nicht glaubt) eher positive Erfahrungen verbinden (zumindest wenn man nicht an Hinterwäldler gerät, die gleich an den zweiten Weltkrieg denken). Du wirst schnell ins Gespräch kommen und wirst regelmäßig die gleichen Leute sehen.

2. Hobbygruppen

Ähnliches wie für Sportvereinen gilt auch für Hobbygruppen und ich möchte sie hier nochmal namentlich erwähnen weil ja nicht jeder einen Sport im Verein ausüben möchte oder sich gut genug in einem Sport fühlt um dies zu tun. Hobbygruppen sind eine tolle Alternative. Strickst du zum Beispiel gerne? In den USA gibt es in jeder Kleinstadt Strickgruppen, die sich regelmäßig treffen und gemeinsam ihrem Hobby nachgehen. Auch hier gilt – Du wirst interessant sein für die Menschen mit denen du dich regelmäßig triffst, denn einen Auswanderer aus Deutschland trifft man ja nicht alle Tage und schon gar nicht beim Stricken :). In der Regel sind Nachbarschaftsgruppen oft in den lokalen Zeitungen oder Internet-Anzeigenmärkten ausgeschrieben. Alles was getan werden muss ist den ersten Schritt zu wagen und wenn nötig den Telefonhörer in die Hand zu nehmen[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“1/1″][vc_column_text]

3. Soziale Einrichtungen

Wenn Du zu Beginn deiner Auswanderung vielleicht noch arbeitslos bist, dann schlag‘ doch mit einem Engagement in sozialen Einrichtungen gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Zum einem machst Du dich nützlich und zum anderen kommst Du bei der gemeinsamen Arbeit auch schnell mit anderen Freiwilligen ins Gespräch. Überall auf der Welt gibt es soziale Projekte und Einrichtungen, die Hilfe benötigen. Das können klassische Suppenküchen sein, aber auch Einrichtungen die handwerkliche Hilfe brauchen, normalerweise findet jeder die passende Aufgabe für seine Fertigkeiten.
Und übrigens: Viele Arbeitgeber sehen es sehr gern wenn Du auch lokale Referenzen in einer Bewerbung angeben kannst. Das zeigt nämlich, dass Du schon ein stückweit Teil der Gesellschaft bist. Wenn Du in der sozialen Einrichtung einen guten Job machst, was sollte dann dagegen sprechen, zum Beispiel deinen Gruppenleiter um eben diese Referenz zu bitten?[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“1/1″][vc_column_text]

4. Kirchengemeinschaften

Für all diejenigen die mit einem Glauben verbunden sind, bieten auch Kirchengemeinschaften einen tollen Ausgangspunkt ein aktives Mitglied der Gemeinde und Gesellschaft zu werden und nebenbei einigen tolle soziale Kontakte zu knüpfen. Überall auf der Welt gibt es aktive Kirchengemeinden und überall freut man sich nicht nur über neue Besucher für den Gottesdienst, sondern auch über jede einzelne helfende Hand.

Das gilt natürlich für jede Religion.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“1/1″][vc_column_text]

5. Sprachschulen und Tandempartner

Es gibt genügend Auswanderer, die nicht mit 100%igen Sprachkenntnissen in ihre neue Heimat auswandern. Wie alle wissen ist aber die Sprache sehr essentiell wenn darum geht im neuen Land Fuß zu fassen (ich habe die Gründe hierfür auch schon mal ausführlich in einem Artikel erklärt). Die Auswanderer, bei denen dies der Fall ist, können ihre Anfangszeit optimal nutzen in dem sie in der neuen Heimat eine Sprachschule besuchen. Dort kommen sie zwar oft nur mit anderen Auswanderer oder Sprachreisenden in Kontakt aber immerhin ist das noch besser als gar keinen Kontakt zu haben.

Eine bessere Alternative ist es sich einen Tandempartner zu suchen, mit dem man gemeinsam die Sprache lernt und diesem dafür Deutsch beibringt. Dabei geht es vor allem darum, dass man miteinander über alle möglichen Themen redet und der Tandempartner einen verbessert und neue Wörter etc. beibringt. Das tolle daran, auch wenn man es nicht glauben mag, es gibt viele Leute auf der Welt die Deutsch lernen (wollen) und die sehr offen für einen solchen Tandempartner sind, weil dieser ihm auch die entsprechende Kultur nahbringen kann.

Auch hier schlägst Du wieder zwei Fliegen mit einer Klappe – Du verbessert eure Sprache und wenn die Chemie stimmt hast Du sicherlich auch einen guten neuen sozialen Kontakt gefunden.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“1/1″][vc_column_text]

6. Kindergärten und Schulen (falls ihr Kinder habt)

Jaja die guten Kindern – sie helfen einem beim Aufbau der sozialen Kontakt wirklich aus der Patsche. Denn mit Kindern findet man oft viel schneller Anschluss und lernt neue Leute kennen als ohne. Um es auf den Punkt zu bringen – Kinder verbinden einfach. Aber das geht natürlich nur wenn ihr offen auf die Leute zugeht. Wem es schwer fällt sich ganz proaktiv an andere Mütter/Väter am Spielplatz zu werfen (:)), der kann zum Beispiel aktiv in den unterschiedlichen Einrichtungen mitarbeiten.

Jeder von euch hat sicherlich Freunde im Freundeskreis, die wiederrum Freunde über die befreundeten Kinder kennengelernt haben – ich denke ihr wisst worauf ich hinaus will.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“1/1″][vc_column_text]Ich hoffe die 6 Punkte geben euch ein wenig Inspiration, wenn es um die Frage geht, wie ihr schnell und einfach erste soziale Kontakte in der eurer neuen Heimat knüpft. Bitte vergesst nicht, dass Freundschaften nicht einfach so auf Bäumen wachsen und jede Beziehung eine gewisse Zeit braucht um sich zu entwickeln. Ein soziales Umfeld ganz neu aufzubauen ist eine große Herausforderung und verlangt eine Menge Geduld aber auch aufopferungsvolle Arbeit. Persönliche denke ich, dass es circa 7 Jahre braucht um wieder ein einigermaßen funktionierendes soziales Netzwerk zu haben – bei manchen geht es sicherlich schneller.

Wie immer freue ich mich auf eure Kommentare, Anmerkungen und einen offenen Erfahrungsaustausch.

Euer Patrick[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]

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