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4 Tipps gegen das Heimweh von Auswanderern

Auswanderer stehen vor den unterschiedlichen Problemen, wenn Sie den Entschluss fassen gewohnte Ufer zu verlassen. Behördengänge, Jobsuche, Integration, um nur ein paar wenige Dinge zu nennen. Außerdem ist Auswandern eine große Emotionale Belastung. Denn die meisten Auswanderer sind allein auf sich gestellt und fern weg der gewohnten Umgebungen, ihrer Familie und Freunden. Da kommt schnell Heimweh auf, das nicht nur seelisch wehtut, sondern einen auch lähmen kann und oft genug dazu führt, dass Auswanderer ihre Auswanderung frühzeitig abbrechen. Ich habe mir darüber Gedanken gemacht, wie man Heimweg ein wenig bekämpfen oder eindämmen kann und es vielleicht sogar zu einem Verbündeten für eine erfolgreiche Auswanderung machen kann.

1.       Regelmäßiger Kontakt

Mein erster kleiner Tipp ist, dass ihr einfach regelmäßigen Kontakt mit eurer Familie und euren Freunden aus der alten Heimat zu haben. Es hört sich ein wenig lächerlich an, wenn ich das jetzt hier schreibe, da jetzt jeder sagt, dass mache (oder würde) ich sowieso. Aber gerade durch eine hohe Regelmäßigkeit werden die Menschen, mit denen man Kontakt halten will, Teil des Alltags und dadurch vermisst man Sie auch weniger. Natürlich wird es immer Situationen geben (wie Geburtstage oder andere besondere Anlässe), an denen es in der Brust schon ein wenig mehr wehtun wird. Aber denkt daran, ihr habt euch bewußt dazu entschieden aus Deutschland auszuwandern und es ist genauso schlimm für die Leute die zurückbleiben. Regelmäßiger Kontakt hilft das weiterhin eine starke emotionale Verbindung bestehen bleibt und in Zeiten von Facebook, What’s App und Co. ist dies auch mit wenig Zeitaufwand verbunden.

 2.       Lasst Freunde/Bekannte per Social Media teilhaben

Jeder mag den (neuen) sozialen Medien anders gegenüber stehen und seine Meinung dazu haben. Fakt ist aber, dass sie einfach ein tolles Werkzeug sind um mit einem weiten Kreis von Freunden und Bekannten in Kontakt zu bleiben. Dabei ist das gegenseitige Nachrichten schreiben das eine, das andere ist, dass ihr andere direkt an eurem Abenteuer teilhaben lassen könnt. Natürlich wird dies nicht jedem Gefallen und (wer weiß) vielleicht sogar Neid hervorrufen, aber Fakt ist auch, dass es meistens genug Leute gibt, die das Abenteuer mit Spannung verfolgen und gerne Zuspruch geben. Und genau um diesen Zuspruch egal in welcher Form auch immer geht es. Wenn jemand ein Bild mit „Ihr seid wirklich zu beneiden“ kommentiert, dann (auch wenn es nur ein Facebook Kommentar ist) ist dies auch eine Bestätigung eurer Entscheidung und lässt euch wissen, das andere an euch denken. Beides sollte sowohl euer Heimweh in Grenzen halten aber auch eure Motivation und Durchhaltevermögen steigern.

3.       Traditionen beibehalten und nachahmen

Traditionen und Bräuche aus der eigenen Heimat sollte man sich beibehalten (das wiederspricht übrigens nicht dem Integrationsgedanken). Eben diese Beibehaltung von Traditionen führt auch dazu, dass man die eigene Heimat nicht vergisst und diese immer bei sich hat. Als ich zum Beispiel in Neuseeland lebte, war zu der gleichen Zeit das Oktoberfest in München (ich bin zwar kein ‚echter‘ Münchener, aber ich fühle mich nach vielen Jahren in München der Stadt sehr verbunden). Alle meine Freunde posteten Bilder vom Oktoberfest, davon wie sie sich untereinander trafen und gemeinsam Spaß hatten – das tat schon ein wenig weh.

Aber ich bin mit meiner Freundin zum nächsten Supermarkt gegangen, wir haben uns einige Flaschen deutsches Bier gekauft, zu Hause bayrische Musik rausgesucht, den Livestream des Oktoberfestes im Netz eingeschaltet und unser eigenes Oktoberfest gefeiert – mit einigen Bekannten aus Neuseeland wohlgemerkt.

Man sollte genau dies mit allen seinen eigenen Traditionen tun, Sie zelebrieren und teilen. Wenn man etwas nicht vermisst …. Tja wie sollte man es dann vermissen J.

4.       Besuche vorzeitig planen

Eine meiner größten Erkenntnisse vom Reisen und Auswandern ist das Vorfreude wirklich die schönste Freude ist. Wenn man etwas vor der Brust hat, dann hat man etwas worauf man hinarbeiten kann. Wenn es dabei um das Heimweh von Auswanderer geht oder die Sehnsucht nach der Familie und Freunden spielt mein vierter und letzter Tipp genau mit dieser Vorfreude. Plant eure Besuche in der Heimat aber auch die Besucher eurer Familie und Freunden in eurer neuer Heimat weit im Voraus. Plant im Vorfeld bereits Dinge, die ihr machen wollte oder zeigen wollt. Damit ihr eine lange Zeit der Vorfreude auf diese Ereignisse habt. Dadurch wisst ihr ganz genau wann sich euer Heimweh oder eure Sehnsucht zu euren Liebsten gestillt wird. Macht euch also die Vorfreude zu Nutze und hadert nicht mit euren Gefühlen.

 

Auswandern stellt für viele eine emotionale Herausforderung dar. Gerade das Heimweh und den Sehnsucht nach der Familie sind und bleiben einer der Hauptgründer für Auswanderer wieder nach Deutschland zurückzukehren. Ich kenne diese emotionale Achterbahnfahrt aus eigenen Erfahrungen nur zu gut und hoffe, dass euch meine Tipps ein wenig helfen, wenn ihr selbst in der Situation seid.

Wenn auch ihr weitere Tipps habt, dann immer nur her damit.

Euer,
Patrick

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